Das Biotop beim Findlingsgarten

 

Die uns umgebende, intensiv genutzte Agrarlandschaft führt zu einer Dezimierung natürlicher Gebiete als Lebensräume für eine vielfältige Flora und Fauna.

Durch den Sand- und Kiesabbau in der Region ergab sich durch notwendige Ausgleichsmaßnahmen die Chance, der Natur „verbesserte“ Lebensräume zurückzugeben. Das wurde unter anderem durch die Neuanlage von Biotopen, die miteinander vernetzt werden konnten, erreicht.

Eine Vielzahl von noch vorhandenen und neu angelegten Einzelbiotopen stehen durch Gehölzstreifen und Flächen, die einer natürlichen Sukzession überlassen wurden, miteinander in Verbindung. Zu den Biotopen dieser Region zählen „stille Gewässer“, Fließgewässer, natürliche Sölle, moorige Senken, Tagebaurestlöchen, Feldhecken,Wald- und Heideflächen.

Alle diese Biotope sind gut miteinander vernetzt. So wird durch diese geschaffene Durchdringungs- und Überbrückungsfunktion ein ständiger Austausch von Organismen der verschiedensten Art erleichtert.

Rundweg durch das Biotop

 

Übersicht zu den Kategorien im Findlingsgarten in Zitterpenningshagen

 

 

 

 

 

 

Kategorien bei Wikipedia zu diesem Thema

 

 

 

 

 

Das im Biotop sichtbare Soll (Toteisloch) wurde im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen für den angrenzenden Kiesabbau wiederhergestellt. Es war zu DDR – Zeiten im Zuge der „Flurbereinigungen und Meliorationsmaßnahmen“ zugeschüttet worden.


Sölle entstanden am Ende der letzten Eiszeit. Blöcke von „Toteis“, die in die Grundmoräne eingelagert wurden, waren zunächst vor dem schnellen Abtauen.durch die sie überdeckenden fluvioglazialen Sedimenten geschützt. Nachdem auch diese Toteisblöcke geschmolzen sind, brach die überlagernde Sedimentdecke ein und es entstanden die noch heute in der Landschaft sichtbaren, meist gerundeten Hohlformen. Sie sind häufig mit Stauwasser gefüllt.

Tafel vor dem Biotop. Hier werden Sölle erklärt

Sölle stellen heute in den großflächigen Agrarlandschaften des Nordens wertvolle, artenreiche Kleinbiotope dar. Die zwei kleineren, sichbaren „Sölle“ sind künstlich durch Baggerungen als regionales Entwicklungsvorhaben der „Nordvorpommerschen Waldlandschaft“, im Rahmen der Maßnahme von „chance.natur“ im Jahre 2011 geschaffen worden. Dazu gehörte auch das Anlegen eines Rundweges, der die Natur besser erlebbar machen soll.

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